Edelmetalle sind in der Konsolidierung. Kupfer steigt weiter.

Ausgabe Mittwoch, 10. Dezember 2025

An vielen Warenmärkten bleibt der Fokus auf die Friedensverhandlungen im Ukrainekrieg gerichtet. Kursstützend wirkt die Erwartung
einer weiteren Zinssenkung durch die US-Notenbank am Mittwoch. Rohöl-Futures auf die Nordseesorte Brent bewegen sich seit
mehreren Wochen in einer Bandbreite von 4 $ je Fass. Mit aktuellen Notierungen um 62.50 $ befinden wir uns etwa in der Mitte dieses
Preisbandes. Derzeit sorgen die westlichen Sanktionen gegen Russlands Ölindustrie und deren Schattenflotte dafür, dass die Ölpreise
nicht weiter abgleiten.

Grundsätzlich bleibt der Ölmarkt jedoch gut versorgt und leidet konjunkturbedingt unter schwächerer Konsumnachfrage. An der
Londoner Terminbörse ICE notiert Heizöl/Diesel mit Preisen um 650 $ pro Tonne nahe des Zweimonatstiefs. Noch vor wenigen
Wochen hatten die Mitteldestillate eine Preisspitze von 760 $ erreicht. Vieles hängt vom weiteren Verlauf der Friedensverhandlungen
ab. Auch wenn Russland vorläufig stur an seinen Maximalforderungen festhält und dabei von den USA nur beschränkt Gegenwind
verspürt, dürfte eine wie immer geartete Einigung an den Ölmärkten starken Druck bewirken.

An den Edelmetallmärkten hat eine Konsolidierung eingesetzt. Gold, Silber und Platin weisen für die Berichtswoche negative
Vorzeichen auf. Einzig Palladium verteuert sich zur Vorwoche um 2,5%. Wenig einheitlich zeigt sich der Kursverlauf bei den
Industriemetallen. Auffallend sind die Kursgewinne bei Kupfer. In New York verteuert sich Kupfer im Wochenvergleich um 2,6%, an
der Londoner LME gar um 3,4%.

Bei den Genussmitteln dominieren die Kursverluste von Kaffee. New Yorker Futures auf die Sorte Arabica verlieren 3,5%, in London
kotierte Futures auf Robusta-Kaffee büssen im Vergleich zur Vorwoche 5,5% ein. Nach der Teilaufhebung von US-Zöllen auf
brasilianischen Kaffee und dem darauffolgenden Kurssturz hatte sich der Kaffeepreis zwar wieder erholt, der steile Aufwärtstrend ist
aber gebrochen. Liquidationen bewirken technischen Preisdruck. Während sich Zucker in ruhigen Bahnen bewegt, befindet sich Kakao
derzeit in einer Korrekturphase und legt in New York im Wochenvergleich um 2,6% zu.

An den Getreide- und Ölsaatenmärkten bleibt die Stimmung gedämpft. Die von der US-Regierung angekündigte Einigung mit China
betreffend Käufen von US- Soja hat China nicht bestätigt. Zwar wurden diverse Ausfuhren nach China registriert, sie liegen jedoch klar
hinter dem von Trump angekündigten Zeitplan. In wenigen Wochen gelangen die südamerikanischen Ernten zu günstigeren Preisen
auf den Markt. US-Soja-Futures verlieren zur Vorwoche 3%.