Derweil fällt Brent-Öl wieder unter 60 $ je Fass.
Ausgabe Mittwoch, 17. Dezember 2025
In den vergangenen Tagen zeigten sich die meisten Rohstoffsektoren schwächer, einzig die Edelmetalle konnten sich dem Abwärtstrend entziehen. Mit dem nahenden Jahresende nehmen die Handelsvolumen spürbar ab. In Berlin fanden zu Wochenbeginn Friedensgespräche im Ukrainekrieg mit Vertretern der europäischen Staaten, den USA und Präsident Zelensky statt. Eine Annäherung für einen möglichen Waffenstillstand scheint zum ersten Mal greifbar. Die USA könnten der Ukraine Sicherheitsgarantien nach NatoVorbild anbieten, territoriale Zugeständnisse bleiben jedoch aus. Russland war abwesend.
Der Ölmarkt reagierte bereits mit Entspannung: Brent-Öl fiel im frühen Dienstagshandel erstmals seit Mai wieder unter 60 $ je Fass und liegt im Jahresvergleich rund 17% tiefer. Schwache chinesische Konjunkturdaten verstärken die Sorge vor einem
Angebotsüberhang, geopolitische Spannungen vor der Küste Venezuelas haltenden Preisrückgang nicht auf. Der europäische GasoilKontrakt markierte mit 613 $ je Tonne ein Sechsmonatstief, der Abwärtstrend dürfte sich in den kommenden Tagen weiter fortsetzen.
An den Edelmetallmärkten setzt sich die Aufwärtsbewegung trotz hoher Volatilität fort. Gold testete erneut die Rekordhochs vomOktober bei 4350 $ je Unze, schloss jedoch tiefer bei 4305 $. Charttechnisch deutete sich eine «Double-Top»-Formation mitKorrekturpotenzial Richtung 4200 $ an. Dennoch bleibt die Nachfrage hoch, gestützt durch den schwächeren Dollar, nervöseAktienmärkte und die Korrektur bei Kryptowährungen. Seit Jahresbeginn hat Gold um 64% zugelegt.
Silber übertrifft die Performance von Gold deutlich: 118% seit Jahresbeginn und ein neues Allzeithoch bei 65.09 $ je Unze. Platin verdoppelte sich auf 1835.90 $ je Unze, Palladium stieg um fast 80% auf 1630 $.
Die Agrarmärkte bleiben angeschlagen. Soja korrigierte die gesamte November-Rally und notierte zum Wochenauftakt bei 10.72 $ je Bushel, damit auf dem Niveau vor dem angekündigten Deal mit China. Schätzungen zufolge hat China bislang 7,5 bis 8 Mio. Tonnen von den veranlagten 12 Mio. Tonnen US-Sojabohnen eingekauft. Weizen fiel zu Wochenbeginn auf ein Siebenwochentief, nachdem Argentinien seine Ernteprognose von 24,5 auf 27,7 Mio. Tonnen anhob. Grosse Ernten aus Russland, Australien und der EU verhindern eine Aufwärtsbewegung, einzig Wetterprobleme in chinesischen Weizenregionen könnten für Unterstützung sorgen. US-Weizen notierte bei 5.15 $ je Bushel, europäischer Mahlweizen bei 187.25 € je Tonne, damit am unteren Ende der seit Oktober gültigen Bandbreite von 185 bis 195 €.
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